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Echt BodenseeCard - Nein Danke !

Gäste und Vermieter
wehren sich gegen die
Zwangseinführung eines Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonsters

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Schwäbische Zeitung (SZ) - Sommer der Lüge ?

Von Marken, Murks und Schlendrian

Schwäbische Zeitung (SZ) - Sommer der Lüge ?

Touristiker wollen die neue Gästekarte unbedingt. Gastgeber zieren sich noch. So beginnt ein Artikel in der Schwäbischen Zeitung.  Einheimische werden gar nicht erst nach ihrer Meinung gefragt, möchte man zufügen.
„Es gibt nach wie vor mehr Gegner als Befürworter unter den Gastgebern“, warnt Margot Rauber, Immenstaader CDU Gemeinderätin.

Von Marken, Murks und Schlendrian
Die Statistik zeigt 137 Artikel und vier Videos der Schwäbischen Lückenpresse und 923 Artikel des Südkurier im vergangenen Jahr. Dann folgt die Lobeshymne, auf die Marke EBC, wenige Zeilen später die organisierte Verdammnis der Kritiker, deren „Querschüsse gegen die EBC nicht nachlassen“. (SZ). Aus meiner Sicht folgen nur noch redaktioneller Murks und Schlendrian des Urhebers.

Ihr habt uns gewählt und müsst mit unseren Beschlüssen leben
So lautete die Weissagung aus dem Landratsamt und aus dem Munde manches Bürgermeister und Gemeinderates, die in sehr devoter Haltung  dem Landrat ihre Demut und Verbundenheit beweisen wollten.

Weil sie politisch kaum Rückhalt haben, versuchten drei Beherbergungsbetriebe aus Uhldingen-Mühlhofen, Hagnau und Langenargen die Karte auf juristischem Weg zu kippen, jammert der Verfasser des SZ Artikels, Anton Fuchsloch.

Mich macht es irgendwie nachdenklich, dass die drei innerhalb eines Jahres verhindern konnten, dass 20 von 24 Städten und Gemeinden zur Echt Bodensee Card Nein Danke sagten. Echte Musketiere könnte man meinen.

Die Lösung finde ich in einer mühevollen Hintergrundrecherche.
EBC findet in Kressbronn keine Gegenliebe. Die Karte scheitert im Kressbronner Gemeinderat. Nur zwei Ja-Stimmen (23.05.2015) Im Sipplinger Gemeinderat gab es vier Nein-Danke-Stimmen (14.01.2016) Nein zur Bodensee Card sagt der gesamte Meersburger Rat. (Südkurier 06.05.2016). Am 27.05.2016 meldet die SZ: „ Urlaubsort wehrt sich gegen die EBC“. 120 Unterschriften gegen die Echt Bodensee Card, zählt der Südkurier einen Tag später beim Bürgermeister Lamm auf einer Unterschriftenliste.14 Räte sagen Nein Danke.  Vermieter stellen sich gegen die Touristenkarte (27.05.2016 Südkurier).  Wie es dazu kam, das 120 Gastgeber in Uhldingen-Mühlhofen bis heute daran festhalten wird nicht erwähnt. Salemer Gemeinderat lehnt die EBC ab stand am 29.07.2016 in der SZ, 14 Räte sagten Nein Danke. „Überlingen beteiligt sich nicht an EBC“. (Südkurier 29.07.16). „Der Widerstand der Vermieter war einfach zu groß“, sprach Ingo Wörner (FDP). „Hagnauer Gastgeber gegen EBC“. (Südkurier 10. August 2016).
Sie überreichten eine Liste mit 75 Unterschriften. Am 22.09.2016 füllen mehr als 50 Kritiker den Gemeindesaal. „Der Widerstand gegen die sogenannte EBC schweißt die Vermieter und Gastgeber der Gemeinde weiter zusammen“. Mehr als 80 Gäste kommen zur Vereinsgründung des Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (Südkurier 02.12.2016). Man könnte diese Aufzählung unendlich weiter führen, aber nur zwei Anmerkungen noch dazu. Die Stadt Lindau verweigert, wie lange zuvor Konstanz, den Beitritt zur Deutschen Bodensee Tourismus GmbH.
Die Kressbronner Räte erteilen EBC für 2018 eine Absage. Eine Umfrage unter Vermietern ergab bei 141 Teilnehmern ein Echt Bodensee Card Nein Danke von 108 Gastgebern. Dazu bemerkte Gemeinderat Stefan Fehringer (BWV) „Nicht Kressbronn müsse in Vorleistung gehen, sondern der Verkehrsverbund bodo müsse zunächst die Qualität des Angebots steigern. Dazu gehörten mehr Waggons, da die Züge schon jetzt überfüllt seien (…). Hermann Wieland (CDU) kritisierte vor allem den Kreis, der die Städte und Gemeinden in dieser Sache gehörig unter Druck gesetzt habe“. Martina Knappert-Hiese stieß ins gleiche Horn: „Ich finde, es wurde regelrecht im Kreistag durchgepeitscht“.
(SZ 21.07.17).  Es gibt noch viel mehr politischen Rückhalt, Herr Fuchsloch!

Im Gegensatz zu Fuchslochs vermutlich eingeschränkter Auffassungsgabe waren die Beherbergungsbetriebe aus Uhldingen-Mühlhofen, Hagnau und Sipplingen in den juristischen Verfahren erfolgreich. Die gewaltsame Durchsetzung des e-Meldeverfahrens endete mit der Unterwerfungserklärung der beklagten Gemeinden, indem sie auch den alten Meldeschein weiter zulassen mussten. Ein Erfolg also. Das hätte Fuchsloch aus alten Presseberichten entnehmen können. Im Südkurier vom 18.02.2017 heißt es dazu: „ Gastgeber können weiter zwischen beiden möglichen Varianten der Anmeldung wählen. (…). Hintergrund (…) ist ein beim Verwaltungsgerichtshof eingereichter Normenkontrollantrag“.

Wie Fuchsloch zu dem Schluss kommt, dass Städte und Gemeinden mit Einführung des Online-Meldeverfahrens auf steigende Übernachtungszahlen hoffen können, das kann ich nur mit satirischer Überzeichnung beantworten. Das Frühstück bei der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH muss zu üppig ausgefallen sein und  von geistigen Getränken sollte man bei Pressegesprächen lieber die Finger lassen, weil man sonst sehr schnell weiße Mäuse sieht.

Wenn er  ausführt: „Wie sich bei der Umstellung andernorts zeigte, hat nicht jeder Vermieter die Meldepflicht ernst genommen. Nach dem Motto Papier ist geduldig, wurde manches Anmeldeformular nie ausgefüllt und hat das Rathaus nie erreicht“. Hier unterstellt er eine Ordnungswidrigkeit. So ein Verhalten allein würde die Gastgeber auf Jahre erpressbar machen. Es ist unsinnig. Auch der Uhldinger Bürgermeister meinte die Meldemoral kritisieren zu müssen. Er findet das Beste wäre der elektronische Meldeschein. Dabei wird übersehen, dass für beide Verfahren die Datenerfassung nötig ist. Schriftlich auf Papier oder elektronisch ist dabei völlig gleich – und elektronisch ist mit einem Klick weg.

So kommt das Problem wohl eher in der Phantasie unterbezahlter Krimiautoren vor. Es wäre genau so, als würde der überkorrekte Finanzbeamte  Korittke, aus der Fernsehreihe Wilsberg,  erfolgreich nach journalistischen Nebeneinkünften für Tätigkeiten bei Gemeindeblättern fahnden.

Es wird sicher niemand unberechtigt über einen finanziellen Hintergrund fabulieren, wegen der gleichzeitigen Arbeit für das Gemeindeblatt und einen wortgleichen Artikel in der Tageszeitung.

(PeG)



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