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Echt BodenseeCard - Nein Danke !

Gäste und Vermieter
wehren sich gegen die
Zwangseinführung eines Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonsters

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Mir hat die Idee,
die Gäste den Meldeschein online

ausfüllen zu lassen, von

Anfang an nicht gefallen.

 

01.05.2016

Mir hat die Idee,
die Gäste den Meldeschein online ausfüllen zu lassen, von Anfang an nicht gefallen.


Mir sind die Interessen der einziehenden Stellen klar, aber der Vorgang ist praxisfremd.
Wenn Gäste von weit her angereist sind, wollen sie nicht immer sofort mit Verwaltung überfallen werden.
Und während man den Gästen derzeit den Meldeschein beim Einchecken auch mal mit ins Zimmer geben kann,
oder an den Abendessentisch beilegt,
sollen sie jetzt noch an der Rezeption ihre Daten in einen Computer tippen.

Dieser Vorgang ist mit der dafür erforderlichen Diskretion, überhaupt nicht zu bewältigen.
Jeder Gast kann von hinten über die Schulter zuschauen.
Dazu kommt, dass es bei uns (und sicher nicht nur bei uns) vorkommt, dass mehrere Gäste gleichzeitig anreisen (Rush Hour 15-18 Uhr), und jene dann Schlange am Computer stehen sollen.
Dass in Zukunft wir selbst das Vorausfüllen der Formulare vornehmen sollen, wollen wir nicht einsehen, ist es derzeit von allen Seiten Praxis geworden, ihre Verwaltung auf uns Gastronomen bzw. Unternehmer abzuwälzen. Das versteht die andere Seite als Abschaffung von Bürokratie...
Abgesehen davon, dass wir bei Reservierung nicht unbedingt alle erforderlichen Daten erhalten (beispielsweise Namen der Mitreisenden und ähnliches). Ebenso ist damit zu rechnen, dass die Onlineversion des Meldescheins ganz bestimmt Pflichtausfüllfelder enthält, die falls die Gäste die Daten nicht parat haben, es auch zu Verzögerungen kommen wird. Insgesamt bestimmt ärgerlich für alle Seiten und kein guter Auftakt für eine entspannten Urlaub.

Das für mich schlagendste Argument den Online Check In abzulehnen ist, dass die Daten nicht nur wertvoll sind (und warum sollen die Hoteliers die umsonst liefern),
sondern auch hochsensibel.
Immerhin kann jeder der Zugriff auf die Daten bekommt erkennen, welche Wohnungen und Häuser gerade verlassen sind, weil die Bewohner im Urlaub weilen.
Diese Daten sind in Papierform nicht derart verfügbar.
Und niemand kann versichern, dass die Daten sicher sind, dafür gibt es zu viele Beispiele.

Dazu kommt, dass nach dem Gesetz wir Hoteliers die Verantwortlichen sind, was die Daten anbetrifft.
Insofern handelt es sich hier meiner Einschätzung nach, regelrecht um Veruntreuung, wenn wir in Zukunft jedermanns Urlaubsdaten in den Äther schicken.
Übrigens, auf einer Präsentation gegenüber dem Gemeinderat in Meersburg, waren die Verantwortlichen schlau genug, die Karte abzulehnen, da diese nicht komplett ist.
Der eigentlich relevante Schiffsverkehr fehlt komplett.

Ergo:
Die "echt Bodenseecard" ist nicht anderes als ein Trojaner, der uns Hoteliers zu Datenlieferanten auf Kosten der Individualität und Unverwaltbarkeit macht.
Wenn schon Echt Bodenseecard, dann in alter Papierform und dazu in möglichst kompletter Form.
Auf der anderen Seite könnte man aber auch argumentieren,
warum soll jeder Gast mit seiner Kurtaxe alles mitfinanzieren, wenn er vielleicht nur einen Bruchteil oder gar nichts nutzt. Die Kurtaxe hat ihre Berechtigung in der jetzigen Form, aber
warum also, soll nicht jeder einfach das bezahlen, was er auch nutzt?
Wie weit soll die Umlegung am Ende gehen? Bekommen wir am Ende die "echt Bodenseecard" mit Flat Rate vom Restaurantbesuch bis Fahrrad Verleih?

Mit freundlichen Grüßen,
Achim Pressler
Hotel Knaus Seestr. 1 direkt am Hafen 88690 Unteruhldingen Fon 07556 8008 Fax 07556 5533 www.hotelknaus.de / info (ät) hotelknaus.de

 

 



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