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Echt BodenseeCard - Nein Danke !

Gäste und Vermieter
wehren sich gegen die
Zwangseinführung eines Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonsters



An alle Freunde, Gäste und Vermieter:

Auf dieser und folgenden Seiten haben Sie die Möglichkeit sich über die Folgen der geplanten Einführung der "Echt BodenseeCard" zu informieren.

Kurzinfo:

Im Bodenseeraum soll eine Touristenkarte (Echt BodenseeCard - EBC) installiert werden.

Sie soll den Gästen, für einen Euro mehr Kurtaxe pro Nacht, freie Fahrt mit Bus und Bahn, nebst Ermäßigung touristischer Attraktionen, gewähren.

Was auf den ersten Blick so schön klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtungsweise als ein Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonster.

Die Zwangseinführung dieser sogenannten "Echt BodenseeCard" verpflichtet den Gastgeber die sensiblen Daten seiner Gäste (Name, Wohnort, Tag der An- und Abreise)  auf seinem PC und auf einer Chipkarte zu erfassen und gleichzeitig elektronisch zu übermitteln.

U.a. sollen mit Hilfe der „Echt BodenseeCard“ Bewegungsmuster der Gäste erstellt werden.
Alles streng nach Datenschutz-Richtlinien. Versteht sich!

"...jeder der Zugriff auf die Daten bekommt kann erkennen, welche Wohnungen und Häuser gerade verlassen sind, weil die Bewohner im Urlaub weilen... ", Zitat eines sehr besorgten Hoteliers.


In der Datenschutzklausel auf jeder Internetseite steht so oder ähnlich zu lesen:
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Datenübertragungen im Internet Sicherheitslücken haben können. „Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist leider unmöglich.“

Zu sagen, es bliebe "nur" bei einem Euro Kurtaxe Erhöhung pro Nacht, ist so auch nicht richtig.
Bei den Veranstaltungen der IHK Bodensee/Oberschwaben und der Gemeinde wurde darüber informiert, dass die Kurtaxe ab einem Alter von 6 Jahren in Höhe von 1,00 Euro abgeführt werden muss (25 Cent für DBT* und 75 Cent für Bodo**).
Jetzt erhebt z.B. die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen Kurtaxe "erst" ab 16 Jahre.
Das heißt: Der Fehlbetrag für die von der Gemeinde nicht berechneten Kinder muss irgendwo herkommen. 
Konsequenterweise muss also die Kurtaxe Erhöhung größer als ein Euro sein.

Das alles „nur“ um einen hoch defizitären öffentlichen Verkehr auf Kosten*** von Vermietern und deren Gäste (mit Zwang) zu subventionieren.


Das Wort "Echt" ist für diese Karte (leider) ein Etikettenschwindel. 
Die große Attraktion am Bodensee, die Schiffe der weißem Flotte, machen nicht mit.
Meersburg und Konstanz haben sich zu 100% gegen diese Karte entschieden und wollen nichts damit zu tun haben!


*DBT = Deutsche Bodensee Tourismus GmbH
**Bodo = Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbundgesellschaft mbH
*** Es muss jedem klar sein (Gast und Gastgeber):
Die Gäste werden nicht nur mit (mehr als) einem Euro zusätzlich pro Nacht belastet. Die Gastgeber (Zimmervermieter, Pensionen, Hotels, Campingplätze) werden früher oder später gezwungen sein, die Kosten für ihren unverhältnismäßig angestiegenen Verwaltungsaufwand mit Erhöhungen der Übernachtungspreise auszugleichen. Man darf auch darauf gespannt sein, was die Betriebshaftpflichtversicherungen zur geänderten Datenschutzlage sagen werden.


Wer Zeit hat etwas mehr zu lesen:

Nun soll die sogenannte „Echt Bodensee Card“ ab 2017 in Kombination mit einer Kurtaxe Erhöhung schrittweise (von Gemeinde zu Gemeinde verschieden) eingeführt werden.

Jetzt sollte jeder denken, dass das eine tolle Idee ist. Die Touristen können überall kostenlos den öffentlichen Verkehr und die Attraktionen, die unser See zu bieten hat, vergünstigt genießen.

Aber leider weit gefehlt.
Die Einführung dieser Karte dient in der Hauptsache dem Ziel, den chronisch defizitären Personenverkehr (ÖPNV) im Raum Bodensee-Oberschwaben zu subventionieren.

Der Gastgeber wird verpflichtet, dass er Anreise-, Abreisetag und die personenbezogenen Daten seiner Gäste, verbunden mit sofortiger Übermittlung, erfasst und auf einer Chipkarte speichert, streng nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen versteht sich.

Vom Gast wird verlangt, dass sich jeder, bei Benutzung des ÖPNV, an einem Terminal anmeldet und beim Verlassen wieder abmeldet.
Auf diese Art und Weise soll ein Bewegungsmuster erstellt werden. Natürlich auch wieder alles streng nach geltenden Datenschutzrichtlinien. 
Dass hier mehr dahintersteckt bzw. dass man mit diesen (sogenannten) verschlüsselten Daten noch mehr machen kann (und will?!)
liegt einfach auf der Hand und in der Natur der elektronischen Datenerfassung. (*)

Vom Gastgeber wird weiter verlangt, dass er Internet, PC (vermutlich mit entsprechendem Buchungsprogramm), Drucker etc. hat und/oder
auf seine Kosten anschafft. Die Lesegeräte für die Karten werden gestellt. Die Karten müssen vom Gastgeber erworben und für 5,00 Euro Pfand an jeden Gast (Erwachsene und Kinder) „zwangs-„ ausgeliehen werden.

Sollte der Gast, aus welchen Gründen auch immer, sein Abreisedatum ändern, dann muss er zum Gastgeber und der muss wiederum die Karte neu programmieren.

Zu glauben, es bliebe "nur" bei einem Euro Kurtaxe Erhöhung, ist so auch nicht richtig.
Bei den Veranstaltungen der IHK Bodensee/Oberschwaben und der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen wurde darüber informiert, dass die Kurtaxe ab einem Alter von 6 Jahren in Höhe von 1,00 Euro abgeführt werden muss (25 Cent für DBT und 75 Cent für Bodo).
Jetzt erhebt die Gemeinde Uhldingen Kurtaxe "erst" ab 16 Jahre.
Das heißt: Der Fehlbetrag für die von der Gemeinde nicht berechneten Kinder muss irgendwo herkommen. 
Konsequenterweise muss also die Kurtaxe Erhöhung größer als ein Euro sein (**) plus die z.B. in Unteruhldingen, Seefelden u. Maurach veranschlagten 1,70 Euro (Anmerkung: Jede Kommune/Stadt hat andere Kurtaxestaffelungen)
Oder - es muss dieser Fehlbetrag auf Umwegen eingezogen werden. 

Was soll diese Karte bringen? 
- Dass die Gäste ihr Auto stehen lassen (Umweltschutz) und die öffentlichen Parkplätze entlasten?
Man stelle sich eine Familie mit zwei kleinen Kindern vor. Die fährt sicher nicht mit dem Auto an den Bodensee um sich dann umständlich 
mit der ÖPNV fort zu bewegen. Da ist der Urlaub vorbei bevor er anfängt. 
- Soll das Ferienziel Bodensee besser vermarktet werden?
Jeder, der hier am Bodensee wohnt, weiß wie im Sommer alles hoffnungslos überlaufen ist und mehr als ein Spontan-Urlauber fährt genervt weiter, da es keine Übernachtungsmöglichkeit mehr gibt. Aber mit Gewalt müssen wohl doch noch mehr Tagestouristen gewonnen werden.

Das Wort "Echt" ist für diese Karte (leider) ein Etikettenschwindel. 
Die große Attraktion am Bodensee, nämlich die Schiffe der weißem Flotte, machen nicht mit. (***)
Fahrräder können nur gegen Gebühr transportiert werden, falls Platz vorhanden ist.

Wenn eine solche Karte Sinn machen soll, dann müssen alle Attraktionen mit eingebunden werden. Dazu zählen natürlich auch Österreich und die Schweiz. Dem Gast muss es frei gestellt sein, ob er eine Karte will und bezahlt oder nicht. Auf keinen Fall darf ein Bewegungsmuster der Gäste erstellt werden. Dem Gastgeber darf durch die Einführung der Karte nicht noch mehr administrativer Aufwand und Kosten aufgebürdet werden, als er sowieso schon hat.
Wenn hier am Bodensee etwas auf die Schiene gehört, dann ist das der Schwerverkehr, unter dem die ganze schöne Gegend/Natur ertrinkt.

 

 

(*)
Dazu folgender Artikel "Mit dem gläsernen Ticket auf Datenfang"
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.big-brother-awards-mit-dem-glaesernen-ticket-auf-datenfang.6577c4d6-7d59-4373-99c0-28ffc60b47b6.html

Auf der Homepage der EBC ist zu lesen:
http://www.echt-bodensee-card.de/

Was kann ich mir unter einer elektronischen Gästekarte vorstellen? Die EBC ist eine aus Kunststoff hergestellte Karte im Kreditkarten-Format, in der Mikrochips eingebettet sind. Auf diesen berührungslos funktionierenden Chips (RFID) sind die relevanten Informationen wie z.B. der Name des Gastes, die Gültigkeitsdauer der Karte sowie die Nutzungsberechtigung für den ÖPNV wie auch Zugangsberechtigungen zu verschiedenen Freizeiteinrichtungen gespeichert.
Warum wird ein elektronisches Gästekartensystem eingeführt und keine Papierkarte?
Für die bodo-interne Abrechnung der kostenlosen ÖPNV-Nutzung muss zwingend eine Ermittlung der jeweiligen Wegstrecken erfolgen, die wiederum mithilfe der eingesetzten Chipkarten erfasst wird.

(**)
Es dürfte die Tatsache sein, dass die Gastgeber und wohl auch der eine od. andere Gemeinderat mit diesem einen Euro 
mehr pro Gast wissentlich getäuscht wurden und immer noch werden und (siehe den ersten Artikel folgend und auf der Seite Presse: Hagnau - Tourismusbilanz 2015) wohl ist auch der Südkurier auf diese Täuschung hereingefallen ist.

Siehe dazu
Erster Artikel Südkurier vom 28.10.2015
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/uhldingen-muehlhofen/Ein-grundsaetzliches-8222-Ja-8220-zur-8222-Echt-Bodensee-Card-8220;art372496,8260943
Letzter Absatz
Vorteil für den Gast
1 Euro Erhöhung pro Gast in Meersburg

Der zweite Artikel vom Südkurier vom 29.01.2016 berichtet schon ein wenig anders:
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/immenstaad/Immenstaad-vertagt-Beschluss-zur-Echt-Bodensee-Card-erneut;art372478,8480791
Die Gemeinde Immenstaad errechnet für die Umlage eine Kurtaxe Erhöhung von 1,13 Euro.

(***)
Die Top 10 am Bodensee wollen nicht mitmachen
und/od. haben Bedenken:
1. Schifffahrt auf Bodensee und Rhein
2. Insel Mainau
3. Pfänderbahn
4. Pfahlbauten
5. Sea Life Center Konstanz
6. Affenberg Salem
7. Zeppelinmuseum Friedrichshafen
8. Die Alte Burg Meersburg
9. Schloss Salem
10. Säntis Schwebebahn, Schwägalp


 






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